Ihr Beitrag auf dem 4. Bundeskongress "Tag der Regionen" ist gefragt!
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Der Bundeskongress "Tag der Regionen" 2026 in Trier steht unter dem Leitthema "Grenzen verbinden – Räume vernetzen – Zukunft gestalten".
Der Bundeskongress „Tag der Regionen“ 2026 in Trier steht unter dem Leitthema „Grenzen verbinden – Räume vernetzen – Zukunft gestalten“. Wir laden Sie herzlich ein, den Bundeskongress aktiv mitzugestalten. Bringen Sie Ihre innovativen Konzepte, Strategien und Projektideen ein, bereichern Sie das Programm und diskutieren Sie gemeinsam mit Gästen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Praxis über zukunftsfähige Lösungsansätze und gelungene Beispiele einer grenzübergreifenden und kooperativen Raumentwicklung.
An wen richtet sich der Aufruf?
Gesucht werden Regionen (z.B. Landkreise, kommunale Zusammenschlüsse, Planungsverbände o.a.), Initiativen, Verbände, Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Projektträger, Fachleute o.a., die ihre Expertise und Erfahrungen im Umgang mit grenzübergreifender und kooperativer Raumentwicklung auf dem "Tag der Regionen" präsentieren möchten.
Welche Arten von Beiträgen suchen wir?
Der 4. Bundeskongress ist offen für alle Vorschläge und Formate, die geeignet sind, das Leitthema „Grenzen verbinden – Räume vernetzen – Zukunft gestalten“ inhaltlich zu untersetzen. Dazu zählen Diskussionsforen, Workshops und Vortragsreihen ebenso wie Science Slams, Fishbowls oder experimentelle Formate des Gedankenaustauschs. Es stehen Zeitfenster von 90 Minuten zur Verfügung. Aber auch einzelne Vorträge zu Projekten oder Studien sind willkommen.
Darüber hinaus bieten wir Regionen und Institutionen die Möglichkeit an, sich auf der begleitenden Ausstellung „Markt der Regionen“ zum 4. Bundeskongress mit Ihren Projekten, Konzepten oder Strategien zu präsentieren. Sie können eine Interessenbekundung sowohl für einen Ausstellungsbeitrag als auch für einen Fachbeitrag bzw. eine Fachveranstaltung einreichen – oder sich für eines der beiden Formate entscheiden.
Welche Themen stehen im Fokus?
Das Leitthema "Grenzen verbinden – Räume vernetzen – Zukunft gestalten" versteht sich als ein offenes, integratives Dach für unterschiedliche Formen und Ebenen der Zusammenarbeit über territoriale, kommunale, institutionelle und akteursbezogene Grenzen hinweg. Im Fokus steht ein Perspektivwechsel von Grenzräumen hin zu Verflechtungsräumen. Grenzen werden dabei nicht mehr nur als trennende Linien verstanden, sondern als Kontakt- und Übergangszonen, in denen sich Lebens-, Wirtschafts- und Naturräume überlagern. Diese funktionalen Zusammenhänge gilt es im Rahmen des 4. Bundeskongresses „Tag der Regionen“ systematisch in den Blick zu nehmen.
Im Mittelpunkt steht die Erkenntnis, dass Regionen davon profitieren, wenn kooperative Ansätze als strategisches Prinzip der Raumentwicklung verstanden und aktiv gestaltet werden. Kooperation ist hierbei Daueraufgabe und Lernfeld zugleich und erfordert das verlässliche Ineinandergreifen von formellen Instrumenten der Raumordnung und informellen Ansätzen der Raumentwicklung. Dabei geht es nicht allein um die Überwindung nationaler Grenzen durch europäische und internationale Zusammenarbeit, sondern auch um bundesländer- und landkreisübergreifende Kooperationen, interkommunale Zusammenschlüsse sowie transdisziplinäre Netzwerke von Akteuren aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Erforderlich sind hierfür auch partizipative Planungs- und Governanceprozesse sowie eine substanzielle Verbesserung der digitalen Infrastruktur – und zwar unabhängig von administrativen Grenzen.
Bringen Sie Ihre Ideen und Anregungen ein, wie grenz- und raumübergreifende Kooperationen initiiert, strukturiert, und dauerhaft verankert werden können – und wie sie in strategische Entwicklungsprozesse integriert werden.
Strategischer Kompass ist der Gedanke einer vernetzten und lernenden Raumentwicklung, in der grenzübergreifendes und kooperatives Denken und Handeln zu einem wesentlichen Bestandteil zukunftsorientierter Regionalpolitik wird.
Für den 4. Bundeskongress lassen sich folgende inhaltliche Schwerpunkte identifizieren, die das Leitthema in besonderer Weise prägen und im Rahmen der Fachveranstaltungen vertieft diskutiert werden sollen:
- Europäische Verflechtungsräume und Lernprozesse: Grenzregionen in Europa verfügen über jahrzehntelange Erfahrungen in integrierter Raumentwicklung, gemeinsamer Daseinsvorsorge und grenzübergreifender Siedlungs- und Wirtschaftsplanung. Der Austausch mit europäischen Partnerregionen ermöglicht es, erfolgreiche Ordnungsrahmen, Governance-Modelle oder Anpassungsstrategien zu übertragen. Programme der europäischen Kohäsions- und Raumentwicklungspolitik bieten einen experimentellen Rahmen, um innovative Formen grenzübergreifender Zusammenarbeit zu erproben. Wie kann der Wissenstransfer zwischen europäischen Grenzregionen systematisch organisiert werden und zur Stärkung regionaler Entwicklung in Deutschland beitragen? Welche europäischen Erfolgsmodelle – etwa in den Bereichen Daseinsvorsorge, Wohnraumentwicklung, Mobilität, Klimaschutz oder Energie – lassen sich für deutsche Verflechtungsräume adaptieren? Und wie können europäische Förderinstrumente Kooperationen stärken und zur Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse beitragen?
- Grenzübergreifende Daseinsvorsorge und gleichwertige Lebensverhältnisse: Gesundheitsversorgung, Mobilität, Wohnen, Energie und soziale Infrastruktur sind in Grenzregionen eng miteinander verflochten. Regionale Kooperationen ermöglichen es, Synergien zu nutzen, Versorgungslücken zu schließen und strukturelle Ungleichheiten abzubauen, indem funktionale Verflechtungen gemeinsam entwickelt werden. Besondere Bedeutung haben dafür gemeinsame Planungsräume, abgestimmte Standards und kooperative Versorgungsangebote. Wie lassen sich Angebote der Daseinsvorsorge gemeinsam oder auch grenzübergreifend planen? Wie sehen Programme und Ordnungsrahmen aus, die mit den Zielen einer grenzübergreifenden Daseinsvorsorge vereinbar sind? Und wie können grenzübergreifende Kooperationen dazu beitragen, regionale Disparitäten zu reduzieren und Teilhabe zu sichern?
- Integrierte Wohnraumentwicklung in funktionalen Verflechtungsräumen: Funktionale Pendel-, Wohnungs- und Arbeitsmarktverflechtungen machen vor administrativen Grenzen nicht Halt. Eine abgestimmte Siedlungsentwicklung kann zur Entspannung regionaler Wohnungsmärkte führen, Mobilität intelligent steuern und die Attraktivität von Grenzregionen als Lebensorte stärken. Interkommunale Wohnbauflächenkonzepte, gemeinsame Wohnungsmarktanalysen und Datenaustausch sowie eine abgestimmte Infrastrukturplanung können hierzu beitragen. Welche Modelle einer grenzübergreifenden und interkommunalen Wohnbauflächenentwicklung sind erfolgversprechend? Wie sieht eine grenzübergreifende Governance im Wohnungswesen aus und wie lassen sich Aushandlungsprozesse steuern?
- Integrierte Landschafts- und Ressourcenräume: Landschaften und natürliche Ressourcen, wie Wasser, Boden oder Rohstoffe basieren auf naturräumlichen Strukturen, die administrative Zusammenhänge überschreiten. Zusammenarbeit ist daher entscheidend, um Flächen nachhaltig zu entwickeln, Nutzungskonflikte zu reduzieren, die Wasserverfügbarkeit zu sichern und die ökologische Resilienz zu stärken. Gemeinsame Landschaftsstrategien, abgestimmtes Wassermanagement und kooperative Flächenpolitik tragen dazu bei, lebenswerte Räume zu erhalten sowie Natur- und Klimaschutz wirksam umzusetzen. Wie können Landschaften in funktionalen Einzugsgebieten gestaltet und Ressourcenräume grenzübergreifend geschützt und entwickelt werden? Wie lassen sich unterschiedliche regionale Interessen in der Flächen- und Ressourcenpolitik so abstimmen, dass eine nachhaltige Regionalentwicklung gestärkt wird?
- Klimaschutz und Energiesicherheit als kooperative Aufgabe: Phänomene wie Klimawandel, Ressourcenknappheit und Energieversorgung entfalten ihre Wirkung grenzunabhängig. Gemeinsame Strategien – etwa für Katastrophenschutz, Hochwasserprävention, Klimaanpassung in Siedlungsräumen oder den Ausbau Erneuerbarer Energien erhöhen die Resilienz ganzer Verflechtungsräume. Kooperation sichert redundante Infrastrukturen und senkt die Risiken – sowohl für die Bevölkerung als auch für die Wirtschaft. Wie können gemeinsame Klimaanpassungs- und Risikovorsorgekonzepte entwickelt und verbindlich verankert werden? Welche Potenziale bieten raumübergreifende Energieverbünde für die Versorgungssicherheit und die Energiewende?
- Regionale Wertschöpfung durch strategische Allianzen: Grenzübergreifende Regionen sowie Stadt-Umland-Regionen verfügen über eng verflochtene Wirtschafts-, Arbeits- und Innovationsräume, die Pendlerströme, Unternehmensnetzwerke und Wertschöpfungsketten funktional miteinander verbinden. Durch eine abgestimmte Wirtschaftsentwicklung, Fachkräftesicherung, gemeinsame Clusterstrategien sowie eine integrierte digitale Infrastruktur mit gemeinsamen Plattformen und interoperablen Datensystemen können Regionen ihr Potenzial besser heben und Standortvorteile stärken. Welche wirtschaftlichen Chancen entstehen durch smarte, grenzübergreifende Lösungen und Innovationsökosysteme? Wie kann die Digitalisierung genutzt werden, um Planungs-, Verwaltungs- und Beteiligungsprozesse überregional zu vereinfachen?
Darüber hinaus sind weitere inhaltliche Vorschläge willkommen, die sich eng am Fokusthema des Kongresses orientieren und hierzu einen weiterführenden Diskussionsbeitrag leisten.
Einreichungsverfahren
Wenn Sie eine Idee für einen Beitrag einreichen möchten und/oder Interesse an der Ausstellung haben, dann füllen Sie bitte die dafür vorbereiteten Formulare aus.
Die Einreichungsfrist endet am 30. Januar 2026.
Wir werden alle Einreichungen sorgfältig prüfen und Sie über das Ergebnis unserer Auswahl informieren.
Kontakt
Wir freuen uns auf Ihre kreativen Ideen und Ihre Beteiligung. Ihre Beiträge tragen dazu bei, den 4. "Tag der Regionen" zu einem besonderen Erlebnis zu machen. Für weitere Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Kongressbüro "Tag der Regionen"
c/o SPRINT – wissenschaftliche Politikberatung PartG I KUXMA GmbH & Co.KG
Dr. Florian Langguth
E-Mail: tagderregionen@sprintconsult.de
Tel.: +49 (0)30 92 27 81 79