Bundesbauministerin Verena Hubertz stellt Agenda "Stadt grün-blau" vor: Mehr Lebensqualität und Vorsorge durch grüne und wassersensible Städte
Pressemitteilung , 07.05.2026
Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hat im Rahmen der heutigen Eröffnung des 4. Bundeskongresses "Grün in der Stadt" in Berlin die Agenda "Stadt grün-blau" vorgestellt. Das Handlungsprogramm zeigt praxisnah, wie Städte durch mehr Grün und einen besseren Umgang mit Wasser lebenswerter und widerstandsfähiger werden können.
Die Agenda knüpft an das "Weißbuch Stadtgrün" an und ist das Ergebnis eines breit angelegten Dialogprozesses mit dem Netzwerk "Weißbuch Stadtgrün". Beteiligt waren neben verschiedenen Bundesressorts auch Vertreterinnen und Vertreter von Verbänden, Vereinen, Stiftungen sowie Fachakteure aus Wissenschaft und kommunaler Praxis. Gemeinsam wurde erarbeitet, wie der Bund mit seinen Partnern Städte und Kommunen künftig noch gezielter bei der Weiterentwicklung ihrer Grün- und Freiraumentwicklung unterstützen kann. Im Mittelpunkt stehen konkrete Maßnahmen, mit denen Städte Grünflächen stärken und Wasser besser in die Planung integrieren können – etwa, um Hitze zu reduzieren, die Gesundheit zu fördern und öffentliche Räume attraktiver zu gestalten. Die Agenda setzt dabei klare Schwerpunkte für die laufende und kommende Legislaturperiode.
Ziel ist es, grüne und wassersensible Stadtentwicklung stärker ressort- und fachübergreifend umzusetzen. Denn Grün und Wasser leisten einen wichtigen Beitrag für klimaresiliente, gesunde und soziale Städte, an denen sich Menschen gerne aufhalten, bewegen und sich begegnen.
Das Handlungsprogramm ist in fünf Fokusthemen gegliedert:
- Grün-blau vital: Der Fokus richtet sich auf die wassersensible Stadtentwicklung und das Prinzip der Schwammstadt.
- Grün-blau gesund: Adressiert die Bedeutung von urbanem Grün für Gesundheit und Vorsorge.
- Grün-blau sozial: Beleuchtet den Beitrag grün-blauer Infrastruktur für soziale Teilhabe, gutes Zusammenleben und Umweltgerechtigkeit.
- Grün-blau statt grau: Betrachtet die Nutzung von Flächenpotentialen – von Schulhöfen bis zu Straßenräumen - die für grün-blaue Infrastruktur mobilisiert werden können.
- Grün-blau kompetent: befasst sich mit Querschnittsthemen wie Daten, Digitalisierung und Planungsinstrumenten und soll bis zum Herbst bearbeitet werden.
Dazu Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen: Grün in der Stadt ist kein Extra, das man sich irgendwann leistet - es gehört ganz selbstverständlich dazu, wenn wir unsere Städte fit für die Zukunft machen wollen. Jeder entsiegelte Platz, jeder neue Baum und jede begrünte Straße macht einen Unterschied: für kühlere Quartiere, bessere Luft und mehr Lebensqualität im Alltag. Genau darum geht es uns mit der Agenda ‚Stadt grün-blau‘. Sie zeigt ganz konkret, wie wir gemeinsam mit unseren Partnern im Netzwerk Weißbuch Stadtgrün mehr Tempo in die Umsetzung bringen können, damit unsere Städte nicht nur baulich wachsen, sondern auch durch Stadtgrün und Wasser lebenswerter werden.
Beim Bundeskongress kommen zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter des Netzwerks zu Wort, darunter kommunale Spitzenverbände, Bundesressorts sowie Verbände, Vereine und Stiftungen, die an der Agenda mitgewirkt haben. Im Fokus steht die gemeinsame Umsetzung. Denn grün-blaue Infrastruktur ist in unseren Städten kein Hindernis für schnelleres Bauen, sondern vielmehr eine wichtige Voraussetzung dafür. Im Zusammenspiel mit Maßnahmen wie dem Bau-Turbo, der Novellierung des Baugesetzbuch-Upgrade und europäischen Vorgaben zur Wiederherstellung der Natur bildet sie einen integralen Bestandteil moderner und zukunftsfähiger Stadtentwicklung.
Hintergrund
Die Agenda „"Stadt grün-blau" wird im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) und des Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) von dem Konsortium Urbanizers eG, bgmr Landschaftsarchitekten GmbH und plan zwei GbR begleitet.
Der Kongress findet heute von 9:00–17:30 Uhr in der Malzfabrik Berlin, Bessemerstraße 2–14, 12103 Berlin statt. Weitere Informationen zum Kongress finden Sie hier.