Deutsch-ukrainische Regierungskonsultationen
Meldung , 15.04.2026
Erste Konsultationen nach über 20 Jahren
Am 14. April 2026 fanden in Berlin deutsch-ukrainische Regierungskonsultationen im Bundeskanzleramt statt. Bei den ersten Konsultationen nach über 20 Jahren wurden beim Zusammentreffen beider Regierungskabinette zentrale Weichen für eine strategische Partnerschaft gestellt. Neben der gemeinsamen Kabinettsitzung fanden zudem bilaterale Gespräche unter den jeweiligen Fachministern statt. So besuchte der ukrainische Ministerkollege Olksii Kuleba Bundesministerin Verena Hubertz im Bauministerium.
Bei dieser Unterredung wurden vor allem die massiven Schäden und Verluste im Zuge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine erörtert. Allgemeinen Schätzungen zufolge wird von einem Bedarf von knapp 90 Milliarden US-Dollar allein für Wiederaufbau im Bereich Wohnen ausgegangen.
Deutschland möchte dabei wie folgt unterstützen:
- bezahlbaren Wohnraum schaffen: deutsche Erfahrung mit sozialem Wohnungsbau
- Kommunen stark aufstellen: wie vorausschauender Städtebau und eine integriertePlanung helfen, lebenswerte Quartiere zu entwickeln
- schneller und günstiger bauen: Potenziale des seriellen Bauens für den Wiederaufbau.
Gerade bezahlbarer Wohnraum in lebenswerten Nachbarschaften mit guter sozialer Infrastruktur ist Grundvoraussetzung für das Durchhalten des ukrainischen Volkes und den Wiederaufbau der Ukraine, damit aus Zerstörung eine Perspektive wird.
Um die Zusammenarbeit in diesen Bereichen in der Zukunft zu formalisieren, unterzeichneten beide Minister bei ihrem Treffen eine Kooperationsvereinbarung.