Standortwettbewerb für das "Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation"

Typ: Meldung , Datum: 01.07.2022

Auslobung eines Standortwettbewerbs

Anlass und Ziel

Deutschlandkarte mit den Bundesländern. Über weite Teile der östlichen Bundesländer liegt eine Skizze eines Hauses von dem Striche in alle Himmelsrichtungen wegführen. An jedem Strich steht ein Wort wie z.B. Dialog, Kultur, Forschung, Vernetzung, Zukunft Deutschlandkarte mit den Bundesländern. Über weite Teile der östlichen Bundesländer liegt eine Skizze eines Hauses von dem Striche in alle Himmelsrichtungen wegführen. An jedem Strich steht ein Wort wie z.B. Dialog, Kultur, Forschung, Vernetzung, Zukunft (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)

Eine der zentralen Empfehlungen der Kommission "30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit" betrifft die Einrichtung eines Zukunftszentrums Deutsche Einheit und Europäische Transformation. Die von der Bundesregierung im April 2019 eingesetzte Kommission hatte den Auftrag, den Vereinigungsprozess zu reflektieren und neue Erkenntnisse für die gesellschaftliche Entwicklung zu gewinnen. Im Dezember 2020 legte sie ihren Abschlussbericht vor.

Am 4. Mai 2022 beschloss die Bundesregierung die Eckpunkte zur Gründung des Zukunftszentrums Deutsche Einheit und Europäische Transformation. Der Deutsche Bundestag fasste anschließend am 19. Mai 2022 einen entsprechenden Beschluss.

Mit der Errichtung des Zukunftszentrums beabsichtigt die Bundesregierung, eine exzellente, international verknüpfte und gesellschaftsrelevante Einrichtung zu schaffen. Sie soll auf inter- und transdisziplinäre Weise zu Transformationsprozessen in Deutschland, aber auch zu Entwicklungen in Mittel- und Osteuropa und dem Zusammenhalt in Europa forschen. Aus einem intensiven internationalen Austausch heraus sollen gemeinsame Zukunfts- und Gestaltungsperspektiven erwachsen sowie Strategien für kommende Transformationsprozesse entwickelt werden.

Gleichermaßen zentral ist eine Öffnung des geplanten Zentrums in die Gesellschaft. Dabei soll Wissen über moderne Formate vermittelt werden, sodass es Bürgerinnen und Bürgern jeden Alters und unterschiedlicher Bildungsgrade möglich wird, an der Arbeit der Einrichtung und ihren Ergebnissen teilzuhaben. Über geeignete Beteiligungsformate sollen zudem Impulse aus der Bürgerschaft und von zivilgesellschaftlichen Akteuren die Arbeiten des Zukunftszentrums bereichern.

Der Standort des Zukunftszentrums wird in Ostdeutschland liegen. Darüber soll in einem Wettbewerb unter interessierten Kommunen entschieden werden. Der Standort muss dabei geeignete Rahmenbedingungen für eine Einrichtung bieten, die an der Schnittstelle von Forschung, Kultur und Bürgerschaft agiert und unter einem Dach einen wissenschaftlichen Bereich, einen Kulturbereich und einen Dialog- und Begegnungsbereich vereint.

Durch die Standortermittlung im Rahmen eines Wettbewerbs wird der angestrebten partizipativen und aktivierenden Ausrichtung des Zukunftszentrums bereits in der Planungsphase besondere Bedeutung beigemessen. Den Vorschlag für die Auswahl eines geeigneten Standorts wird eine von der Bundesregierung eingesetzte unabhängige Jury treffen. Diese soll in ihrer Besetzung verschiedene Gesellschaftsbereiche berücksichtigen sowie mehrere Generationen und Transformationserfahrungen widerspiegeln.

Koordiniert wird der Wettbewerb durch das Bundeskanzleramt und das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Die konkrete Durchführung des Verfahrens zur Standortermittlung und die fachliche Begleitung wurden dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung mit seinem Standort in Cottbus übertragen.

Wettbewerbsverfahren

Gegenstand des Wettbewerbs

Über die vorliegende Auslobung wird im Rahmen eines Standortwettbewerbs unter interessierten Städten der Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ein möglicher Standort für das Zukunftszentrum gesucht. Als künftige Liegenschaft für das Zukunftszentrum kann ein Grundstück mit Bestandsbebauung zur Nutzung und ggf. mit der Möglichkeit zur baulichen Ergänzung oder ein freies Grundstück für einen Neubau zur Verfügung gestellt werden.

Art des Wettbewerbs

Bewerben können sich ausschließlich Kommunen aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Auf Grundlage der formalen und inhaltlichen Vorprüfung der eingegangenen Bewerbungen durch das BBSR/BBR wählt eine Jury aus Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft in einer ersten Sitzung geeignete Standorte für das Zukunftszentrum aus. Die Jury wird ihre Vorschläge im Gesamtbild der Kriterien unter den Bewerbungen abwägen.

Die ausgewählten Städte oder Gemeinden werden von der o. g. Jury zur Vorbereitung der Entscheidungsfindung bereist. Im Rahmen der Vor-Ort-Termine haben diese Bewerberkommunen die Gelegenheit, ihre Bewerbung noch einmal persönlich vorzustellen.

In einer zweiten Jurysitzung wird der finale Standort unter Berücksichtigung aller bisherigen Ergebnisse ausgewählt. Die letzte Entscheidung obliegt der Bundesregierung.

Termine

Tag der Auslobung, Bekanntmachung01.07.2022
Bereitstellung der Bewerbungsunterlagen01.07.2022
Frist für schriftliche Rückfragen15.07.2022
Digitales Rückfragenkolloquium28.07.2022
Beantwortung der Rückfragen32. KW 2022
Abgabe der Bewerbungen30.09.2022
1. Jurysitzung44. KW 2022
Benachrichtigung der ausgewählten Kommunen44. KW 2022
Bereisung der ausgewählten Kommunenab 46. KW 2022
1. Jurysitzung und finale Auswahl StandortEnde 2022 / Anfang 2023

Auslober, Koordination und Durchführung

Auslober

Bundesrepublik Deutschland

Auslobung, Koordination und Durchführung des Wettbewerbs

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)
im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Thiemstr. 136
03048 Cottbus

Dr. Markus Eltges (Leitung BBSR)
Dr. Andreas Otto (Referatsleitung und Projektleitung)
Radoslaw Gluba (Referent)

Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
Referat A 2 - Projektentwicklung, Wettbewerbe, Zuwendungsbau, Landschafts- und Innenarchitektur, Kunst am Bau
Straße des 17. Juni 112
10623 Berlin

Beate Hückelheim-Kaune (Abteilungsleitung)
Liane Sommerhäuser (Projektleitung)

Adresse für Einreichungen

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung BBSR
im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
Thiemstr. 136
03048 Cottbus

Kennwort: Standortwettbewerb Zukunftszentrum

Kontakt

Radoslaw Gluba
Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung BBSR
im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung

E-Mail: zukunftszentrum@bbr.bund.de
Weitere Informationen zum Bewerbungsverfahren finden Sie unter:  www.bbr.bund.de/standortwettbewerb

Siehe auch https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/deutsche-einheit/zukunftszentrum-einheit-2059090